11.12.13

Weltneuheit: Biometrisches Verschlusssystem für Tresore und Waffenschränke

Galten bisher Schlüssel, PIN-Code oder Chipkarte als klassische Öffnungsmedien für Wertschutzbehälter (Tresore) und Waffenschränke, so richtet sich das Interesse inzwischen immer mehr auch auf biometrisch gestützte Verfahren – vor allem aus Gründen des Komforts. Die Möglichkeit, personengebundene Merkmale zu speichern, die nicht verloren gehen oder vergessen werden können, ist ein wichtiges Kriterium bei der Überlegung, Systeme zur Erkennung von Fingerabdrücken einzusetzen

 

Mit der neuen Produktreihe FinKey der Carl Wittkopp GmbH ist es jetzt  gelungen, spezielle Sets (bestehend aus einem elektronischen Hochsicherheitsschloss und dem FinKey-System), als Verschlusssystem für Tresore und Waffenschränke einzusetzen – und das auch noch erstmals VdS-zertifiziert (Schlossklassen 1 und 2 (EN 1300 A/B)). Erhältlich sind die Verschlusssysteme nun exklusiv bei Produkten der Hartmann Tresore AG.

 

Der Spagat zwischen Sicherheit und Komfort ist die eigentliche Herausforderung für die Hersteller biometrischer Sicherungssysteme und „trennt die Spreu vom Weizen“, so Ekkehard Gram, zuständiger Wittkopp-Projektleiter, auf der gestrigen Pressekonferenz bei Hartmann in Paderborn. Denn gerade bei sicherheitssensiblen Anwendungen muss auf das Verschlusssystem Verlass sein. Das Ziel, ein autarkes, zertifizierungsfähiges Fingerabdrucksystem zu entwickeln, das in der Lage ist, in Kombination mit einem elektronischen Hochsicherheitsschloss und mit nur einem einzigen Finger Wertbehältnisse bedienen und absichern zu können, hatte lange Zeit in weiter Ferne gelegen – vor allem deshalb, weil sich das Sicherheitsniveau nicht objektiv überprüfen ließ und weil es an der VdS-Zertifizierung fehlte. Eine solche Zertifizierung ist für Schlösser, die in höherwertigen, klassifizierten Tresoren verbaut werden sollen, zwingend erforderlich.

 

Doch nun ist die VdS-Prüfung erfolgreich bestanden. Damit sind alle Voraussetzungen für den formalen Akt der VdS-Zertifizierung erfüllt. „Die intensive Partnerschaft zwischen Wittkopp und unserem Unternehmen besteht auf internationaler Ebene bereits seit Jahren, und so waren wir bezüglich der Entwicklung der innovativen Systeme ständig auf dem Laufenden“, sagt Hartmann-Tresore-Vertriebschef Franz-Josef Zimmermann. „Wir haben bereits einige Tresore mit dem System ausgestattet, die derzeit in der Praxis getestet werden. Die Möglichkeit, als erstes Unternehmen aktiv mit der Vermarktung beginnen zu können, wollten wir uns nicht entgehen lassen.“

 

Die FinKey-Systeme basieren auf der BioKey-Technologie der Idencom Germany GmbH aus Berlin und arbeiten mit dem thermischen Leseverfahren und einem Zeilensensor. Kopierbare Fingerabdruckspuren werden so bei Nutzung des Systems nicht zurückgelassen. Auch werden keine Fingerabdrücke als Ganzes gespeichert, sondern nur so genannte Minutien (charakteristische Punkte der Hautrillen), die mit einem speziellen Algorithmus verarbeitet und gespeichert werden. Fälschungssicherheit und Datenschutz stehen bei diesem Verfahren im Vordergrund. Bemerkenswert ist auch der schnelle Datenabgleich des Systems: Ein Prozessor mit 400-MHz-Taktfrequenz gewährleistet den schnellen Austausch und die fixe Verarbeitung der benötigten Informationen. Insgesamt können 100 Finger im System abgespeichert werden. Die Kommunikation findet mit einer speziellen Verschlüsselung statt.

 

Ausführlicher berichten werden wir darüber in der nächsten Ausgabe unserer Fachzeitschrift SECURITY insight, die am 17. Februar 2014 erscheint.

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