• Gefahrenpotenzial Krisengebiete

Es geschah völlig unerwartet: Mit Gewehren bewaffnet, stürmten die beiden Angreifer auf die Baustelle. Ehe er wusste, wie ihm geschah, hatten ihn die Täter bereits überwältigt, gefesselt und in den Kofferraum ihres Wagens gezerrt. An Flucht war nicht mehr zu denken. Mit ihrer Menschenfracht an Bord fuhren die Entführer davon. So oder so ähnlich muss es sich abgespielt haben, als im Januar 2012 eine Gruppe islamistischer Extremisten einen deutschen Ingenieur in Kano, der zweitgrößten Stadt Nigerias, im Norden des Landes verschleppte. Der Mann arbeitete seit vielen Jahren für das internationale Bauunternehmen „Bilfinger“ (damals noch „Bilfinger Berger“) aus Deutschland.