Deutschland als Globalisierungsgewinner

03.12.2018

V.l.n.r.: Fabian Kienbaum (Chief Empowerment Officer der Kienbaum Consultants International GmbH), Jens Washausen (Geschäftsführer der GEOS Germany GmbH), Sigmar Gabriel und Dr. Hans-Georg Blang (Director und Partner der Kienbaum Consultants International GmbH)  Foto: GEOS

Die Entwicklung der Globalisierung sei insbesondere für Deutschland wichtig, da die deutsche Volkswirtschaft zu den offensten der Welt zähle, und auch in der Zukunft Menschen in die Welt schicken werde. Der Appell des ehemaligen Bundeswirtschaftsministers und Bundesaußenministers an die Tagungsgäste aus dem deutschen Mittelstand: „Auch wenn die politischen Rahmenbedingungen immer komplexer zu werden scheinen: Sie können nicht anders als Ihre Mitarbeiter zu entsenden – egal welche Voraussetzungen im Ankunftsland herrschen.“
Protektionismus feiere zwar aktuell weltweit Zuwächse – siehe USA oder China - dieser habe aber in den verschiedenen Regionen der Welt unterschiedliche Auswirkungen, für China bedeutet die aktuelle Entwicklung beispielsweise einen verstärkten Fokus auf den eigenen Markt. „Es gibt auch Entwicklungen im deutschen Markt. Während in den meisten Fällen der hochproduktive Teil der Wertschöpfung - beispielsweise Forschung und Entwicklung - im Inland stattfindet, und der produzierende Teil ins Ausland ausgelagert ist, haben einige deutsche Unternehmen mittlerweile ihre Produktion wieder ins Land zurückgeholt. Die Mehrheit der Unternehmen wird jedoch weiterhin Standorte im Ausland behalten, und daher werden die entsendenden Unternehmen mit ganz neuen Feldern der Vorbereitung konfrontiert werden“, so Gabriel.

 
 

 

 

 

Auslandsentsendungen in Zeiten von Tsunamis, Brexit und Co. 

Mit mehr als 60 geladenen Gästen drehte sich die Veranstaltung um die Organisation eines Auslandsaufenthalts und die nötige Schulung der Mitarbeiter, die diesen planen. Initiator der Tagung ist das Netzwerk Cross Globe, bestehend aus 8 Partnern, die tief in die Thematik eingetaucht sind, und zu den unterschiedlichsten Bereichen beraten und Dienstleistungen im Heimatland und vor Ort zur Verfügung stellen. Auch Fabian Kienbaum, CEO der Personal- und Managementberatung Kienbaum, die als Cross Globe-Partner die Veranstaltung mit ausrichtete, ist die Komplexität einer Auslandsentsendung vertraut: „Wir kennen die Fragestellung aus eigener Erfahrung. In der Personalberatung diskutieren wir allerdings weniger regulatorische Maßnahmen, sondern eher: wer kommt eigentlich für diese herausfordernden Jobs im Ausland in Frage?“ Insbesondere kulturelle Unterschiede seien bei den Entsendungen nicht zu unterschätzen, meint Jens Washausen, Geschäftsführer GEOS Germany, Koordinator bei Cross Globe, und bringt auf den Punkt: „Menschen können in Schwierigkeiten geraten, weil sie sich im Ausland genau so verhalten wie zu Hause. Oder genau umgekehrt, weil sie dort Dinge tun, die sie zu Hause nie machen würden.“

 

Steuer, Schule, Sicherheit. – Was ist zu beachten?  

Nicht nur Wohnungssuche, Transport und Visaanträge, sondern auch steuerliche Fragen, die Krankenversicherung, ein möglicher Schulwechsel oder auch Sprachschwierigkeiten bestimmen den Vorlauf eines (befristeten) Umzugs einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters ins Ausland. Die sorgfältige Vorbereitung und valide Kontakte vor Ort sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Auslandsentsendung – sowohl für das versendende Unternehmen als auch für die entsandten Angestellten. In der Paneldiskussion beleuchteten die Partner zwei Praxisbeispiele und das, womit Arbeitgeber und Arbeitnehmer konfrontiert sind, aus jeweils unterschiedlichen Betrachtungswinkeln. Das Netzwerk versteht sich als Full-Service-Provider und stellt unternehmensspezifisch alle die Services zur Verfügung, die für die Vorbereitung, den Auslandsaufenthalt und die Rückkehr erforderlich sind.

Zurück