Bedrohungsmanagement

05.03.2018

Die betriebsschädigenden Handlungen zeigen dabei ein breites Spektrum auf, von (bloßen) Drohungen in unterschiedlichsten Formen, über Mobbing, Stalking bis hin zu körperlicher Gewalt und im schlimmsten Fall sogar zu Tötungsdelikten.

Häufig liegen die Ursachen für die Workplace Violence im privaten Bereich der Mitarbeiter - von Beziehungsstraftaten enttäuschter Ex-Partner oder Verehrer bis hin zu durch „Zwangsehen“ oder Familienfehden / „Blutrache“ oder ähnlichen Phänomenen ausgelösten Bedrohungslagen etc.

Natürlich sind vor allem auch innerbetriebliche Bedrohungen und Formen der Gewalt ein großes Problem für Unternehmen und reichen von wütenden, entlassenen, versetzten oder bei der Beförderung nicht berücksichtigten Mitarbeitern/innen, über abgelehnte Bewerber bis hin zu Streitigkeiten unter Kollegen/innen etc.

Zudem erfordern die Bedrohungen von außen besonderes Augenmerk, sei es durch Erpressungen bis hin zu politisch, ideologisch oder religiös motivierten Straftaten etc.

Die Handlungen erfolgen dabei sowohl spontan als auch von langer Hand geplant, oftmals mit nicht unerheblicher krimineller Energie und erfordern entsprechend unterschiedliche Präventions- und Interventionsstrategien.

Eine Frage die sich Unternehmen in diesem Zusammenhang häufig stellen ist:
Was habe ich eigentlich damit zu tun?

Neben körperlichen und seelischen Schäden bei den Betroffenen verursacht das Phänomen Gewalt am Arbeitsplatz erhebliche - unmittelbare und mittelbare - wirtschaftliche Schäden, zum Beispiel in Form von Kündigungen durch wertvolle Mitarbeiter/innen, einer erhöhten Anzahl von Krankheitstagen und Reputationsschäden für das betroffene Unternehmen - u.a. aufgrund mannigfaltiger Berichterstattung in den Medien. Zudem führt die erhöhte Fluktuation in Unternehmensbereichen zu Einarbeitungskosten und letztlich auch zu einer geringeren Produktivität.

Daneben hat der Arbeitgeber die arbeitsrechtliche Fürsorgepflicht und steht bei nicht vorhandenen oder unzureichenden Maßnahmen einem großen Haftungsrisiko gegenüber.

Gewalttaten am Arbeitsplatz gehen jedoch fast ausnahmslos Warnsignale voraus, die in dem eigenen Unternehmen durch geeignete Stellen frühzeitig erkannt werden können.

Das vorliegende Seminar zeigt auf, wie man ein funktionierendes und effektives Bedrohungsmanagement in einem Unternehmen aufbauen kann, zeigt wirkungsvolle Präventionsstrategien auf und zeigt auch, wie man von Unternehmensseite effektiv verschiedenen Erscheinungsformen von Workplace Violence begegnen kann.

Inhalte:

  • Erscheinungsformen von Workplace Violence / Fälle aus der jüngsten Vergangenheit
  • Bedeutung von Gewalt am Arbeitsplatz für das eigene Unternehmen
  • Rechtliches Hintergrundwissen - insbesondere auch Haftungsrisiken und Fürsorgepflichten des Arbeitgebers / juristische Handlungsmöglichkeiten
  • Wirksame Präventionsmaßnahmen zur bestmöglichen Verhinderung von Gewalt am Arbeitsplatz
  • Geeignete und praxistaugliche Früherkennungssysteme
  • Warnsignale im Verhalten und der Kommunikation von Mitarbeitern/innen
  • Vornahme wirksamer Risikoeinschätzungen
  • Aufbau eines effizienten Bedrohungsmanagements im Unternehmen
  • Wirksame Handlungsstrategien bei Verdacht auf oder Feststellung von Gewalt am Arbeitsplatz
  • Zusammenarbeit mit externen Stellen und Behörden

Zielgruppe:

  • Führungskräfte, sicherheits- und/oder personalverantwortliche Mitarbeiter/innen von Konzernen / Unternehmen und Behörden
  • Studierende von Hochschulen
  • Sonstige verantwortliche Personen die mit Drohungen und Gewalt am Arbeitsplatz konfrontiert sind oder sein können

Termine: 12.04.2018

Ort: Geschäftsstelle der ASW NRW, Düsseldorf

Kosten: 430 Euro (Mitglieder), 530 Euro (Nichtmitglieder)

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