SICHERHEITSBRANCHE: ERSTE TARIFRUNDE IN BAYERN

28.10.2016

In München fand die erste Lohntarifverhandlung für die Beschäftigten des privaten Sicherheitsgewerbes in Bayern statt. Die Lohnforderungen seitens Verdi Bayern liegen erneut zwischen 9 und 22 Prozent - bei einer lediglich einjährigen Laufzeit.

Die Tarifkommission der Landesgruppe Bayern im BDSW hat, mit Blick auf die wirtschaftliche Lage und andere Tarifabschlüsse in der bayerischen Wirtschaft in 2016, den Abschluss eines Lohntarifvertrages mit 4,6 Prozent Gesamtvolumen vorgeschlagen. Die Erhöhung sollte in 2 Stufen – zunächst 2,3 Prozent für 2017 und 2,2 Prozent für 2018 erfolgen. Dieses Angebot hat Verdi Bayern als nicht annehmbar zurückgewiesen.

Der Landesgruppenvorsitzende des BDSW in Bayern, Gerhardt Ameis, konstatierte "eine faire Verhandlungsatmosphäre“, in der für die Frage der Anhebung der Auszubildendenvergütungen und der Integration des Fachbereiches Aviation eine Annäherung erzielt werden konnte.

Gleichwohl forderte Ameis Verdi mit Blick auf einen Tarifabschluss und im Interesse der Beschäftigten des privaten Sicherheitsgewerbes in Bayern auf, zu realistischeren Forderungen zurückzukehren. „Diese Forderungen sind in zentralen Bereichen viel zu weit weg von einer Umsetzungsmöglichkeit am Markt gegenüber den Kunden, aber auch innerhalb des BDSWs.“ so Ameis.

Die Tarifparteien verständigten sich auf eine zweite Verhandlungsrunde Ende November 2016.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bdsw.de

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