MANGELNDER OBJEKTSCHUTZ GEFÄHRDET PRODUKTION UND KNOW-HOW

13.07.2016 Allgemeines

Laut einer aktuellen Statistik des Bundeskriminalamts wurden im Jahr 2013 über 140.000 Diebstähle in Dienst-, Büro- und Lagerräumen gemeldet. Der Verlust von wertvollen Gütern oder sensiblen Unternehmensdaten kann heutzutage ganze Existenzen bedrohen.

Häufig sind bei Unternehmenseinbrüchen wertvolle Waren und Materialien, hochwertige Hard- und Software, aber auch sensible Geschäftsdaten im Visier der Täter. Während ein materieller Schaden durch eine Versicherung abgedeckt werden kann, ist der Verlust von immateriellen Gütern, etwa Daten oder Know-how, kaum zu ersetzen. Auch Folgeschäden durch Produktionsausfall oder Materialmangel bis hin zum Imageschaden durch nicht mehr haltbare Liefertermine können schwerwiegend sein. Im ungünstigsten Fall stehen ganze Existenzen auf dem Spiel.

„Der Verlust durch Diebstahl, Einbruch oder Vandalismus kann die Betriebsfähigkeit von Unternehmen massiv gefährden. Diesem Risiko sind sich viele Unternehmer und Gewerbetreibende oft nicht bewusst. Aktuelle Studien belegen, dass gerade einmal jedes dritte Unternehmen ein Security-Konzept besitzt“, bestätigt Jürgen Richters, Leiter Rechnergestützte Systeme und Anlagensicherung bei TÜV NORD. „Dabei kann das Risiko durch ein ganzheitliches Sicherungskonzept, das auf die individuellen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens abgestimmt wird, erheblich minimiert werden.“

Damit ein Sicherungskonzept ganzheitlich greifen könne, müssten vorhandene Schutzeinrichtungen auf ihre Funktionalität geprüft und eventuelle Lücken geschlossen werden, weiß der Sachverständige. Hierfür seien Begehungen der Räumlichkeiten und des Geländes nötig, um Schwachstellen einschätzen zu können. „Mittels einer unternehmensspezifischen Gefährdungs- und Risikoanalyse wird die Basis für ein individuelles Sicherungskonzept geschaffen, bei dem bauliche, organisatorische, personelle und technische Schutzmaßnahmen im Mittelpunkt stehen,“ erklärt Richters weiter. „Die Sicherungsmaßnahmen sind dabei stets nach den Kriterien Aufwand, Kosten und Nutzen abzuwägen.“

„Der Aufbau eines Sicherungskonzepts ist vergleichbar mit der Struktur einer Zwiebel“, verdeutlicht Richters. „Kern des Ganzen sind zum Beispiel die Räume mit den zu schützenden Daten oder Gütern. Diese können beispielsweise mit Tresoren ausgestattet oder mittels Zutrittskontrolle  gesichert werden. Als weiterer Sicherungsbereich ist das Gebäude zu betrachten, in dem die zu sichernden Räume liegen.“ Für eine Überwachung des Gebäudes stehen unterschiedliche Sicherungsmaßnahmen zur Auswahl: „Unternehmer können beispielsweise verschiedene Zutrittskontrollanlagen, gesicherte Fenster und Türen oder Einbruchmeldeanlagen einsetzen, die in Kombination für den nötigen Schutz des Gebäudes sorgen – um nur einige der möglichen Maßnahmen zu nennen.“

Das Gelände rund um das Gebäude bildet den nächsten Bereich. Schwer einsehbare Ecken, Bäume oder kleinere Bauten wie Schuppen bieten Einbrechern oft die Möglichkeit, sich dem Objekt unbemerkt zu nähern. „Einen ersten Schutz bietet ein Zaun, der das gesamte zu schützende Grundstück umgibt. Er schirmt es von der Umgebung ab und stellt die erste Barriere dar. Zusätzliche Freilandsicherungen wie Videoüberwachungsanlagen haben neben ihrer sichernden Funktion auch eine abschreckende Wirkung für Täter.“

Ein professionelles Sicherungskonzept sollte von sachkundigen Dienstleistern erstellt und geprüft werden. „Wichtig ist dabei, dass sämtliche Anlagen von vertrauenswürdigen Experten errichtet werden. Wir empfehlen daher immer auf VdS-zertifizierte Firmen zurückzugreifen und zusätzlich einen unabhängigen Dienstleister mit der Konzeptentwicklung zu beauftragen“, rät Richters abschließend.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.tuev-nord.de

Zurück