H.265+ BRINGT DIE VIDEOÜBERWACHUNG IN DAS 4K-ZEITALTER

18.04.2017 Video-Überwachungstechnik

Vor kurzem wurde 4K-Auflösung durch Ultra-HD-Überwachungskameras in die Sicherheitsbranche eingeführt. Die 4K-Auflösung wurde bisher noch nicht auf breiter Basis angenommen; Gründe dafür sind hauptsächlich die enormen Bandbreiten- und Datenspeicheranforderungen.

Der H.265+-Codec von Hikvision optimiert die H.265/HEVC-Codiertechnologie, erfüllt deren Kompressionsstandards und funktioniert mit dem Großteil der für H.265 ausgelegten Hard- und Software.

Die Begrenzung der Bitrate einer Ultra-HD-Videoquelle unter Beibehaltung des hochauflösenden 4K-Bildes stellt nach wie vor das größte Problem dar – ein Problem, dessen Lösung über das Schicksal der Ultra-HD-Technologie in der Videoüberwachung entscheiden wird. Bei der Videoübertragung geht es um das richtige Gleichgewicht aus Bildqualität, Übertragungsfähigkeiten und Datenanforderungen – d. h. wie viele Informationen vorhanden sind, und wie diese verarbeitet werden. Die Bildübertragungsoptimierung ist daher vom Fortschritt der Videokompressionstechnologie abhängig.

Bislang war H.264 der anerkannte Codec nach Industriestandard. Während H.264 breite Verwendung fand, entwickelte Hikvision einen eigenen kompatiblen Algorithmus, um einen Schritt weiter zu gehen, und nannte ihn „H.264+“. Die nächste Generation dieser Codec-Reihe – H.265 – steht aktuell für eine weitverbreitete Annahme in den Startlöchern. Und auch hier hat Hikvision diese Kompressionstechnologie bereits auf eine neue Ebene gebracht. H.265+ verwendet einen intelligenten Algorithmus, dessen Codierungstechnologie vom H.265/High Efficiency Video Coding (HEVC) Standard abgeleitet ist.  

H.265+ optimiert den bestehenden Codec besonders dann, wenn spezifische Kriterien in einer Überwachungsvideoquelle erfüllt werden. Diese Kriterien umfassen:

  • Ein stabiler Hintergrund, in dem sich Informationen selten ändern;
  • ein primärer Fokus auf Objekte, die sich vor der statischen Szene bewegen;
  • ein erheblicher Zeitraum, in dem die sich bewegenden Objekte nur gelegentlich in der Szene erscheinen und
  • Überwachung rund um die Uhr, bei der sichtbares Rauschen einen relativ großen Einfluss auf die Bildqualität hat.

In einer solchen Umgebung haben Praxistests gezeigt, dass H.265+ die erforderliche Bitrate des Ultra-High-Definition-Überwachungsvideos radikal verringert, und zwar um bis zu 67 % gegenüber H.265, was die Bandbreiten- und Speicheranforderungen senkt. Eine Bitratenreduzierung bedeutet nicht nur eine Kostenreduzierung für Verbraucher, sondern auch mehr Effizienz, Stabilität und Zuverlässigkeit der gesamten Hardware eines bestehenden Überwachungssystems. 

Vorteile: Verbesserte Bandbreite, Speicherung und VCAs

Erstens: H.265+ holt aus jedem Bit das Beste heraus; HD und Ultra-HD-Auflösungen werden damit so klar, scharf und fokussiert wie nur möglich. Zweitens: Da H.265+ die Bildübertragung verbessert, haben die Zielobjekte mehr Pixel; die Verwendung von VCAs will dadurch wahrscheinlich noch präziser und genauer.  Drittens: Ein Netzwerk, das H.265+ verwendet, hat zu jeder Zeit mehr verfügbare Bandbreite. Mehr Bandbreite bedeutet eine insgesamt bessere Systemfunktion.

Unter realen Bedingungen kann der Codec H.264 auf einem 20 Mbit-Breitbandnetzwerk fünf Kameras unterbringen. H.265 verdoppelt dies und bringt so 10 Kameras unter. Aber H.265+ verdoppelt dies noch einmal und ermöglicht 20 oder mehr Kameras in einem einzigen Netzwerk. Aus diesem Grund ist H.265+ die beste Wahl für Anwender, die eine bestehende Installation erweitern und gleichzeitig auf 4K aufrüsten möchten.

Mehr noch: Der Benutzer reduziert seine Kosten und andere für das Speichern von Videodaten benötigte Ressourcen. Hier ein weiteres Szenario: Wenn acht 2-Megapixel-Kameras an ein Netzwerk angeschlossen sind mit einem Speichergerät, das fünf 5-TB-Festplatten enthält, variieren die Aufzeichnungskapazitäten deutlich. Ein mit H.264 laufendes System erreicht die Speicherkapazitätsgrenze in etwa zwei Wochen. H.265 ist etwas besser.

Hier dauert es ca. einen Monat bis der Speicherplatz voll ist. H.265+ von Hikvision zeichnet jedoch noch länger auf – bis zu zwei volle Monate. Wenn diese Ergebnisse auf monatlicher oder jährlicher Basis in Bezug auf Budgetausgaben und Hardwarezuordnung betrachtet werden, reduziert H.265+ die Gesamtausgaben. Der Wechsel auf H.265+ mag zunächst langsam sein, die Vorteile zahlen sich jedoch bis weit in die Zukunft aus. 

Anwendungen sind überall

Die Anwendungsbreite hierfür ist mindestens so groß wie die der vorherigen Codecs. Unter schwierigen Bedingungen jedoch, wie z. B. instabile Netzwerke oder begrenzte Bandbreiten, oder wenn Kunden Daten für größere Zeiträume speichern müssen, ist H.265+ die mit Abstand effektivste Lösung. Des Weiteren kann dieser Codec in umfassende Sicherheitslösungen für Sonderfunktionen integriert werden – 4K-, Panorama- und explosionsgeschützte Kameras, ultraleichte und korrosionsgeschützte Produkte sind Beispiele hierfür.

Wie bei allen technologischen Neuerungen erfordert eine branchenweite Aufrüstung von aktuellen oder älteren Standards die Investition von Geld und Ressourcen. Die Migration zu H.265 schreitet immer schneller voran, insbesondere in neu entwickelten Systemen, da die Aktualisierung von bestehenden H.264-Systemen nur die Kosten erhöht.

H.265 wird für Systemintegratoren und Endanwender noch attraktiver werden, da die verringerten Bitraten hohe Auflösungen ermöglichen und die Videobilder deutlicher wiedergegeben werden können. Außerdem können Zielobjekte klarer isoliert und vergrößert werden, und der Einsatz genauerer VCAs wird möglich. 

Optimierte H.265/HEVC-Codiertechnologie

Der H.265+-Codec von Hikvision optimiert die H.265/HEVC-Codiertechnologie, erfüllt deren Kompressionsstandards und funktioniert mit dem Großteil der für H.265 ausgelegten Hard- und Software. Mit H.265+ gleicht die Videoqualität praktisch der von H.265/HEVC; die Übertragungsbandbreite und die Datenspeicherungsanforderungen werden jedoch drastisch reduziert.

Der H.265+-Codec wird die Anwendung von Ultra-HD-Auflösungen in der Videoüberwachung, wie z. B. bei 8 MP- und 12 MP-Geräten, weiter vorantreiben. Egal wo er Anwendung findet wird dieser neue Codec Speicherkosten verringern, Investitionen in die Videoüberwachung voll ausschöpfen, und die Verwendung von 4K- und Ultra-HD-Videoüberwachung ausweiten.

Weitere Informationen und das vollständige Whitepaper zum Produkt erhalten Sie unter www.hikvision.com

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