Sicherheitspolitik

16.07.2019 Sicherheitspolitik

Mit Dr. Irene Mihalic, innenpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, sprach Peter Niggl

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16.07.2019 Sicherheitspolitik

Huawei, der chinesische Konzern und weltweit größte Anbieter von Netzwerktechnik, will mitmischen beim Aufbau der 5G-Netze. Das Thema ist ebenso allgegenwärtig wie heiß umstritten. Für politisches Naserümpfen sorgte in diesem Zusammenhang ein Schreiben des US-amerikanischen Botschafters in Berlin, Richard Grenell, an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Er machte darin deutlich, dass Washington dem chinesischen Technikriesen den Zugang zum deutschen Netzausbau verhindern will. In dem vielerorts als undiplomatisch aufgefassten Schreiben, drohte er mit Einschränkungen in der Geheimdienstzusammenarbeit, sollten die Chinesen beim Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes zum Zuge kommen. In Wirtschaftskreisen wurde das Ansinnen wie auch der Stil des US-Diplomaten kritisiert. „Mr. Grenell, enough is enough“, meint Beat Balzli, Chefredakteur der „WirtschaftsWoche“ und fügt hinzu, Grenell sollte die Koffer packen, „im Sinne der transatlantischen Restfreundschaft.“ Altmaier ließ Grenell allerdings auflaufen. „Ich muss nicht auf jeden Brief reagieren, der schon öffentlich wird, bevor er mich überhaupt erreicht hat“, sagte Altmaier dem „Tagesspiegel“.

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16.07.2019 Sicherheitspolitik

 „Lukrativer als Bankraub“, titelte „Spiegel-online“ Mitte März einen Beitrag, der sich mit einer Verbrechensentwicklung beschäftigte. Grenzübergreifend haben deshalb inzwischen die Strafverfolgungsbehörden mehrerer EU-Staaten einer Verbrechensform den Kampf angesagt, die viele Namen trägt. Ob Fracht- oder Ladungsdiebstahl, Cargo Crime oder Cargo Theft - gemeint ist immer dasselbe: Angriffe auf die Lieferkette. Obwohl die „Tradition“ dieses Deliktes bis in die frühmittelalterliche Wegelagerei zurückgeht, hat es in unseren Tagen besonders Konjunktur.

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13.06.2019 Sicherheitspolitik

Es sei ein „Fingerzeig Gottes“ gewesen, sagte der Leitende Branddirektor der Berliner Feuerwehr Frieder Kircher. Er war im ARD-Magazin „Kontraste“ zum Stromausfall Berlin-Köpenick befragt worden. Inzwischen spricht man allgemein vom Blackout, der große Teile des Lebens im südöstlichsten Stadtbezirk der Hauptstadt weitgehend lahmlegte. Etwa 31.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe waren vom 19. Februar dieses Jahres ab 14.10 Uhr ohne Strom. Es war ein kleiner Vorgeschmack auf das, was der Stadt, der Region oder sogar dem ganzen Lande blüht, wenn auf einmal der „Saft“ weg ist. 30 Stunden und 48 Minuten dauerte der Blackout, er war der längste und größte in der Berliner Nachkriegsgeschichte. Kein Terrorakt, kein Hackerangriff, sondern eine simple Unachtsamkeit bei Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke verschaffte den Menschen einen kleinen Vorgeschmack auf einen „wirklichen“ Blackout.

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02.05.2019 Sicherheitspolitik

„Wenn es Fans immer wieder gelingt, Pyrotechnik gleich kiloweise in die Stadien zu schleppen, habe ich meine Zweifel, ob die Einlasskontrollen mit der nötigen Genauigkeit durchgeführt werden. Hier muss dringend nachgearbeitet werden.“ Harsche Worte aus dem Munde des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU). Den Grund für diese Philippika lieferten Reul die Ausschreitungen von Fans der Berliner Hertha beim Spiel gegen den BVB am 27. Oktober in Dortmund. Wenn es überhaupt angebracht ist, von Fans zu sprechen. Es müsse überlegt werden, so Reul gegenüber der Presse, „wie wir die Einlasskontrollen an den Stadiontoren professionalisieren und ob wir bei Hochrisikospielen nicht personalisierte Eintrittskarten brauchen.“

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25.04.2019 Sicherheitspolitik

Die Angst vor Kriminalität ist in Deutschland trotz der seit vielen Jahren rückläufigen Gesamtdeliktzahlen besonders ausgeprägt. Das zeigt eine jüngst ver­öffentlichte Studie der Organi­sation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Liegt die Befürchtung, Opfer von kriminellen Handlungen zu werden, im OECD-Schnitt bei 34 %, sind es hierzulande 47 %. „Ein erneuter deutlicher Hinweis auf den hohen Handlungsdruck, der aus Sicht der Bevölkerung bei der inneren Sicherheit besteht“, sagt Friedrich P. Kötter, Verwaltungsrat der KÖTTER Security Gruppe und Vizepräsident des Bun­des­ver­bandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW). „Und eine klare Aufforderung an die be­tei­ligten Akteure, Sicherheit neu zu denken.“

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27.03.2019 Sicherheitspolitik

Anfang November 2018. Eine Zeugin erleidet vor einem Berliner Gericht einen Anfall völliger Amnesie. Auf der Anklagebank hatte Arafat Abou Chaker Platz genommen. Er gilt als einer der mächtigsten Männer in den Berliner Clans, die abwechselnd mal als kurdisch-libanesisch, mal als arabisch adjektiviert werden. Zwei Monate zuvor war sein enger Vertrauter, Nidal R., in Berlin-Neukölln auf offener Straße regelrecht exekutiert worden. Arafat Abou Chaker durfte dann auch nicht fehlen, als die Hautevolee der so genannten Clans im Kreise von rund 2000 Trauergästen Nidal R., „einem der bekanntesten Intensivtäter Berlins“ („Deutschlandradiokultur“), das letzte Geleit gaben. Demonstration der Macht oder Pflege eines Mythos?

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10.01.2019 Sicherheitspolitik

Die Sicherheit im öffentlichen Raum gilt gemeinhin als Gradmesser für die Sicherheitslage in einer Gesellschaft. Doch diese Formel ist eingebettet in eine Vielzahl von Fragezeichen. Schon bei der Bewertung der Sicherheitslage gehen die Meinungen - entsprechend dem politischen Blickwinkel – oft diametral auseinander. Während vor kurzem Bundesinnenminister Seehofer (CSU) unter Berufung auf die polizeiliche Kriminalstatistik bilanzierte: „Deutschland ist sicherer geworden!“ hielt ein Leipziger Amtsrichter namens Michael Wolting dagegen und meinte, dass „die Sicherheit im öffentlichen Raum schlechter ist als je zuvor. Das Thema ist also umstritten.

TAGS: Verbrechen, öffentlicher Raum, private Sicherheit

03.12.2018 Sicherheitspolitik

„Geht die Globalisierung ihrem Ende entgegen?“ Mit dieser kontroversen Fragestellung startete Sigmar Gabriel seine Keynote bei der ersten Cross Globe Tagung zur Auslandsentsendung von MitarbeiterInnen in Köln im Hause der Personal- und Managementberatung Kienbaum. Und die Antwort lautet Nein. -  Mit Einschränkungen.

TAGS: Globalisierung, Reisesicherheit, GEOS Germany,

20.02.2018 Sicherheitspolitik

„Security-Mitarbeiter bringen Flüchtlinge in Prostitution“, lautet eine der jüngsten, vom ZDF produzierten Negativschlagzeilen die die Sicherheitsbranche treffen. Die Meldungen zu den reißerisch aufgemachten TV-Enthüllungen über Zuhälterei in Berliner Flüchtlingsunterkünften blieben meist im Konjunktiv. Greifbare Ermittlungsergebnisse lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Von der zuständigen Senatsverwaltung heißt es: „Nach wie vor gibt es keine Indizien für organisierte Prostitution in der Unterkunft.“ Eines wird jedoch hier wieder einmal deutlich: Das Bild, das die breite Öffentlichkeit von der privaten Sicherheitswirtschaft haben soll, wird von den Medien bestimmt. Und das ist nicht das beste. Aber ist es auch realistisch? Eine Spurensuche.

TAGS: Unsachlichkeit, Presse,

20.02.2018 Sicherheitspolitik

Erster Kriminalhauptkommissar Rolf Fauser vom LKA Baden-Württemberg über Dokumentenfälschungen. Der international gefragte Spezialist im Gespräch mit Peter Niggl über aktuelle Betrugsmethoden

TAGS: Dokumentenfälschung, Betrugsmethoden, Rolf Fauser

12.12.2017 Sicherheitspolitik

Die Schüsse aus dem Mandala Bay Hotel in Paradise bei Las Vegas haben eine ziemlich ratlose Fachwelt hinterlassen. Stephen Paddock, der am 1. Oktober dieses Jahres mindestens 58 Besucher eines Musikfestivals erschoss und mindestens 527 weitere verletzte, passt nach dem bisher bekannten Ermittlungsstand in kein Täter-Schema. Im großen Pflichtenheft für Veranstaltungssicherheit ist ein neues Kapitel aufgeschlagen worden.

TAGS: Veranstaltungsschutz, Eventsicherheit, Ordnungsdienst, Großveranstaltungen

26.10.2017 Sicherheitspolitik

Der Vorsitzende des Rates der EKD und Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, zur Ethik des Sicherheitsdenkens. Anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation sprach unser Chefredakteur Peter Niggl mit dem Kirchen-Würdenträger.

TAGS: Kirche, Sicherheitsaufgaben, Heinrich Bedford-Strohm

23.10.2017 Sicherheitspolitik

Der hohe Stellenwert der privaten Sicherheitswirtschaft für die deutsche Sicherheitsarchitektur wird in der jetzt veröffentlichten Lünendonk-Studie „Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland“ erneut deutlich. Demnach erzielten die Top 25 im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von fast 3,3 Milliarden Euro und beschäftigten rd. 87.000 Mitarbeiter.

TAGS: Sicherheitsdienstleistung, Kötter, Sicherheitsgewerbe

30.06.2017 Sicherheitspolitik

Heute ist das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS-Richtlinie) in Kraft getreten. Damit erhält auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) neue Aufgaben und Befugnisse.

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19.06.2017 Sicherheitspolitik

Unmittelbar nach dem jüngsten Wahlerfolg der CDU in Nordrhein-Westfalen kündigte deren Spitzenkandidat Armin Laschet an – wie die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt – „Wolfgang Bosbach ins Boot“ zu holen, denn der „vor allem in konservativen Kreisen geschätzte Innenexperte soll eine Regierungskommission leiten und die NRW-Sicherheitsarchitektur auf den Prüfstand stellen.“

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26.04.2017 Sicherheitspolitik

Ende 2016 hat der Bundestag die schon seit langem erwarteten Änderungen zum Luftsicherheitsgesetz verabschiedet. Mit Inkrafttreten der Änderung wird das Gesetz nunmehr an die europäische Luftsicherheitsverordnung (EG) Nr. 300/2008 und ihre Durchführungsverordnungen angepasst.

TAGS: RICHTLINIEN, SICHERHEITSPOLITIK, LUFTSICHERHEITSGESETZ

23.03.2017 Sicherheitspolitik

Nicht nur der Amoklauf vom 22. Juli vergangenen Jahres hat die Münchener Polizei gefordert. Es gab in der Vergangenheit das Oktoberfest-Attentat oder den Anschlag auf die Olympischen Spiele. Der Münchener Polizeipräsident Hubertus Andrä im Gespräch mit Peter Niggl über Erfahrungen aus dem Amoklauf.

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25.01.2017 Sicherheitspolitik

Meldungen über Aktivitäten deutscher mittelständischer Unternehmen in Afrika häufen sich, denn in wirtschaftlicher Hinsicht tut sich was in Afrika. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt.

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25.01.2017 Sicherheitspolitik

Unternehmen, die sich in der Türkei engagieren, müssen auf eine Vielzahl von Gefahren vorbereitet sein. Die Türkei beherrscht seit Monaten die Schlagzeilen. Das Land befindet sich im Konflikt mit mehreren Staaten und Akteuren: Russland, Syrien, Kurden und der Terrormiliz Daesh („Islamischer Staat“).

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24.01.2017 Sicherheitspolitik

Angriffe aus dem „Cyberspace“ treffen kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) zwar in hohem Maße – aber bekannt und medial „verarbeitet“ werden solche Vorfälle in der Regel nur, wenn Konzerne und große Organisationen betroffen sind.

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02.08.2016 Sicherheitspolitik

In regelmäßigen Abständen stellen Politik und Bevölkerung das Versagen der Sicherheitsbehörden anhand einzelner, medienwirksamer Vorfälle fest. Diese sind das Resultat einer nicht mehr zeitgemäßen Sicherheitsarchitektur, die mittlerweile zu träge, zu wenig reaktiv und zu ineffizient ist, um aktuellen Problemen wirksam zu begegnen.

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