KOSTENSTEIGERUNG ENTGEGENWIRKEN

14.07.2016 Supply Chain

Die Abwicklungskosten einer Stückgutsendung sowie die Mehrzahl der Kostenarten haben sich laut „Kostenindex Sammelgutspedition“ des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) signifikant erhöht. Die Personalkosten sind nach den jüngsten Tarifrunden um rund 5 Prozent gestiegen.

Die Sachkosten sind um über 8 Prozent angewachsen. Darüber hinaus steigen die Mautkosten überproportional um knapp 24 Prozent. Generell wird ein Anstieg der Frachtkosten um 5 Prozent erwartet. Kosten, die von den Logistikdienstleistern an die Unternehmen weitergegeben werden und den Kostendruck erhöhen.

„Wir gehen davon aus, dass diese Preiserhöhung so Eins-zu-eins weitergebenen wird“, sagt Klaus Jeschke, Managing Director von Expense Reduction Analysts für die DACH-Region. „Wichtig ist, dass Unternehmen keine Erhöhungen akzeptieren, die über den marktüblichen Preisen liegen. Bei Preiserhöhungen sollten sich die Unternehmen daher genau anschauen, auf welcher Grundlage diese basieren“. Wichtig sei dabei, einen Branchenüberblick über die Preissteigerungen zu haben, um so einschätzen zu können, wie realistisch die von den Dienstleistern angekündigte Teuerungsrate ist.

Steigende Kosten können durch Prozessverbesserungen und Digitalisierung aufgefangen werden

Generell könnten Unternehmen die Kostensteigerung an anderer Stelle wieder ausgleichen. Besonderes Augenmerk sollten Unternehmen dabei auf dem Aspekt Prozesskosten haben. „Hier sehen wir noch erhebliche Potenziale“, so Jeschke. Auch die Unternehmen sehen laut der jährlich erhobenen Studie Barometer Kostenmanagement im Logistikbereich deutliche Einsparmöglichkeiten. Immerhin 30 Prozent der Unternehmen sehen diesen Bereich unter den Top-3 Kostenarten mit dem größten Einsparpotenzial. So könnten in vielen Bereichen händische Prozesse wie die automatische Rechnungsprüfung automatisiert werden. Das führt zu einer deutlichen Reduzierung der Prozesskosten.

Das Thema Digitalisierung wird nach Meinung von Jeschke in allen Bereichen der Supply-Chain – in vor- wie auch in nachgelagerten Prozessen – erhebliches Einsparpotenziale hervorbringen. Zudem können Unternehmen durch diese fortschreitende Entwicklung nicht nur die Prozesskosten im Logistikbereich senken, sondern auch gezielter auf individuelle Kundenanforderungen eingehen. Investitionen in diese Bereiche amortisieren sich daher schnell. Wie Unternehmen diese Möglichkeiten bereits einsetzen, diskutieren Praktiker an Beispielen auf dem 3. Supply Chain Tag in Frankfurt/Main (21.09.2016, 15:30, Hotel Jumeirah Frankfurt). Anmeldung unter: info-germany(at)expensereduction.com

Ein Fallbeispiel der HEFTER Unternehmensgruppe zeigt, wie Frachtkosten bedeutsam gesenkt werden können. Seit mehr als 50 Jahren produziert der Dienstleister aus Prien am Chiemsee OEM-Produkte für verschiedene Branchen. Mit dem Ziel, die Volumen der Landfrachten zu konsolidieren und die Anzahl der Dienstleister zu reduzieren, ermittelte Expense Reduction Analysts zunächst die Sendungsstrukturen und die dafür anfallenden Kosten. Nach Benchmark und Implementierung der von HEFTER gewählten Optionen, reduzierte HEFTER die Anzahl Dienstleister signifikant und realisierte Einsparungen von 26 Prozent jährlich. Jürgen Doleschal, Einkaufsleiter HEFTER Maschinenbau GmbH, zieht ein positives Fazit: „Wir haben viel von Expense Reduction Analysts gelernt und wenden dieses Wissen nun auch in anderen Bereichen an.“

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.expensereduction.com

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